Spielemesse 2015

Eines der Großereignisse im Rollenspieler und Zeichnerjahr ist vorüber und hat viele positive Erinnerungen hinterlassen.

Es ist garnicht so leicht für mich all die Eindrücke zu ordnen und wahrscheinlich werde ich auch chronologisch nicht mehr alles auf die Reihe bekommen, aber ich versuche mein Bestes um die SPIEL aus Illustratorensicht zu schildern.

Donnerstag war Eröffnungstag.
In diesem Jahr zeichnete ich zum ersten Mal am Stand des Prometheus Games Team, zu dessen Gemeinschaft ich mich seit Neustem, als Art Director und Lead Artist für Hellfrost und Elyrion, selbst zählen darf.

Die Anreise war dank Mitfahrgelegenheit sehr unproblematisch und Dank Austellerausweis blieb mir das Geschiebe am Eingang auch erspart. Mit meiner großen, schweren Sporttasche in der meine Zeichenausrüstung steckte, wäre das auch ganz und gar unangenehm geworden.
Eine halbe Stunde vor Hallenöffnung konnte ich in Ruhe aufbauen und als schließlich die Durchsage kam, dass die Messe wegen des großen Andrangs früher öffnete, war ich mit allem fertig.
Mein Eckchen am PG Stand war sehr gemütlich und die Rückwand des Bücherregal entlastete mich Platzmäßig enorm. 🙂
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Meine Kollegin Janina Robben kam aus Verkehrsgründen erst später in der Halle an, aber wir richteten es uns für die Messe in unserer Ecke sehr schön ein.

Ich hatte am Donnerstag auch Gelegenheit mir zwei Künstlermappen ansehen zu können. Aus der perspektive des Art Directors eine vollkommen neue Erfahrung für mich, denn schließlich war ich bisher immer nur auf der „anderen Seite des Tisches“ unterwegs gewesen!
Sehr spannend und sehr erfreulich! 🙂

Die ersten Charakterzeichnungen ließen auch nicht lange auf sich warten.
Zum „warmlaufen“ galt es einen Bannmagier und ein recht ungewöhnliches Duo zu Papier zu bringen: eine untote Elfe zusammen mit einem gnomischen Nekromanten.
Die beiden sind in der Welt von Splittermond zuhause und und machen die Gegend unsicher, wobei die Elfe eine herzensgute Person ist, die verzweifelt versucht den etwas verschlagenen Gnom in der Spur zu halten.
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Auf diese Zeichnungen folgte eine junge Hexe mit ihrem geschuppten Vertrautentier. Sie ist eine Halbelfe auf der Suche nach ihrem unbekannten Vater – immer wieder ein schönes Abenteurermotiv! 🙂
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Auf der Messe ist übrigens Körperfunktionen aufrecht erhalten ein seltener Luxus!
Janina erinnerte mich immer wieder mal daran zu trinken, denn während der Arbeit passiert es mir sehr häufig, dass ich in eine „Konzentrationstrance“ falle und alles um mich herum ausblende…inklusive Menschen die vor meinem Tisch stehen, Harndrang, Hunger oder eben auch Durst!
Deswegen nochmal Sorry an alle, die ich nur halb oder garnicht wahrgenommen habe und nochmal ein eindrückliches „IHR DÜRFT MICH GERN ANSPRECHEN, AUCH WENN ICH AUSSEHE WIE EIN ZEN-MÖNCH IN MEDITATION!“
Vielleicht schreibe ich mir für die nächste Messe mal ein Schild wo das draufsteht. 😉

Aber einige Besucher habe ich dann doch mitbekommen z.B. Annika und Roger Lewin von den Teilzeithelden oder Helmut Dunkel und Birgit Sahler, die Organisatoren der kommenden Kitty-Con in Langenfeld, auf der ich auch zugegen sein werde.
Natürlich gab es noch mehr liebe Leute die mich gesucht und gefunden haben und auch viele nette Autoren, Redakteure, Verlagsmitarbeiter und Künstlerkollegen, die ich in den 3 Tagen selbst aufgesucht und getroffen habe.

Moment… 3 Tage?
Ja.
Für mich nur drei. Auch wenn die SPIEL ein Großereignis ist, welches 4 Tage dauert, hatte ich dieses Jahr am Samstag leider nicht die Gelegenheit vor Ort zu sein, denn eine wichtige Familienfeier verlangte nach meiner Anwesenheit. Höhere Gewalt eben.
Es tut mir echt leid für alle, die mich am Samstag vergeblich gesucht haben. Ich werde aber wohl auf der nächsten SPIEL die ganzen 4 Tage durch verfügbar sein (wenn alles glatt läuft).
Es ist natürlich trotzdem immer zu wenig Zeit zum quatschen und trotz der Anstrengung und der vielen Arbeit, hätte ich mir gewünscht noch 2 Tage länger für euch Zeichnen zu können. Die kreative Leidenschaft mit der jeder Spieler seinen Charakter füllt, ist eine inspirative Triebfeder für mich.

So richtig weiß ich nicht mehr wann ich welches Bild gezeichnet habe, denn im Arbeitsrausch vergeht die Zeit wie im Flug. Jemand sagt dir: „Es ist 12 Uhr“, man zeichnet weiter und plötzlich hört man die Durchsage zur Messenschließung! Echt verrückt. Wie ein schwarzes Loch, dass die Stunden einfach verschluckt.
Hier deswegen ohne Anspruch auf Vollständigkeit und Chronologie noch weitere Bilder:
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Besonders gefordert hat mich dabei das Bild von Daenerys.
Ich bin ja eigentlich keine Portraitzeichnerin und auch auf der Messe zeichne ich ungern von lebenden oder Fotomodell, aber bei der Drachenlady hab ich mal eine Ausnahme gemacht.
Auch der Magier mit der schwarzen Haut war nicht einfach. Das „schwarze Kuh auf schwarzem Grund“-Problem kennt wohl jeder Zeichner. Je mehr schwarz an dem Charakter ist, desto mehr muss man mit anderen „unnatürlichen“ Lichtfarben arbeiten um noch etwas auf der Zeichnung erkennbar zu machen.
Gerade bei Copic Markern (die „Buntstifte“ mit denen ich auf Cons coloriere) – wo ich von hell nach dunkel arbeite – ist das ein zeitaufwändiges Unterfangen.

Der mit Abstand aufwändigste Char war allerdings dieser Kerl hier:

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Der Spieler hatte einen regelrechten „Reference-Sheet“ dabei mit allen Details. die auf das Bild kommen sollten, an dem ich mich dann während des Zeichnens entlanghangelte.

Am Sonntag weiß ich nicht genau was mit mir nicht gestimmt hat, aber ich hab quasi vollständig vergessen zu fotografieren.
Auch als ich für einen Sammler meine erste große Comicliebe die „Witchblade“ zeichnen durfte, habe ich die Kamera nicht gezückt. Das ärgert mich besonders! 😦
Immerhin hat es ganz zum Schluss nochmal geklappt mit einem Foto und das „Gnomapult“ wurde ins Bild gesetzt.
Ja, genau. Der Gnom wird von einem Wolfsmenschen geworfen. Solche Dinge gibts nur im Rollenspiel! 🙂

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Ich hatte eine großartige Messe und möchte mich nochmal ganz herzlich bei allen Beteiligten bedanken, insbesondere beim Prometheus Games Team, die mir den Tisch zur Verfügung gestellt haben, bei Janina Robben für die nette Gesellschaft und bei allen Kollegen die ich nur viel zu kurz sprechen konnte.
Nadine Schäkel von Ulisses, die Jungs und Mädels vom Uhrwerk Verlag, die Illustratorenkollegen Stefanie Böhm, Anne Kersten, Joerch, Maik Schmidt und so viele andere!

Die nächste Convention wird die Kitty-Con in Langenfeld und ich hoffe zumindest einige von euch dort wieder zu sehen!

Illutisch und Grinse

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Dorfcon 2014

Dier erste Con des Jahres!

Endlich hat die Consaison für mich begonnen und ich konnte mich auf den Weg nach Gerresheim, in meiner schönen Heimatstadt Düsseldorf machen.
Auch im letzten Jahr habe ich die Köbolde im Falkenheim bereits besucht, von daher war die Örtlichkeit bekannt und ich konnte es mir sofort an meinem Zeichnertisch neben meiner Kollegin Janina Robben gemütlich machen.
Der Empfang der Veranstalter war, wie immer, sehr herzlich und ich habe mich ziemlich schnell an die erste Zeichnung machen können: einen gnomischen Zauberer, dessen Protégé niemand anderes als die Schneekönigin höchstpersönlich darstellte:

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Leider ist das Bild etwas unscharf geraten, aber ich denke, dass er doch zu erkennen ist.

Nach diesem frostigen Herrn ging es in gänzlich andere Gefilde.
Der nächste Char den ich auf Papier bannen konnte, ist buchstäblich im Weltall zuhause. Ein Humanoider, dessen biologisches Profil vollständig auf das Leben im All angepasst worden ist. Unter anderem hat dieser Kerl einen implantierten Sauerstofftank im Brustkorb, vergrößerte Augen mit Nickhäuten und total abgefahrene Greifzehen, mit denen er sich (z.B. bei Ausseneinsätzen am Raumschiff) besser festhalten kann.
Das Profil des Weltraummenschen war sehr ungewöhnlich und es war für mich (als eingefleischtem Fantasyfan) nicht ganz so einfach sich auf ihn einzustimmen, aber ich finde das Endergebnis kann sich sehen lassen:

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Ich habe den Char im Kontext einer Expedition gezeichnet, die mir der Spieler geschildert hat. Ein Planet mit zwei Sonnen, blauen Bäumen und einem Turm, der von der Gruppe erklettert wurde.

Nach dieser Zeichnung gabs Verpflegung aus der Conküche, die ein hervorragendes Chilli zubereitet hat!

Die letzte Zeichnung des Tages war wieder sehr klassisch. Ein Magier, der Blitze beschwören kann und ein wahrer Lebemann ist. Leider ist dieses Foto NOCH unschärfer geworden als Nummer eins, aber ich hoffe dass man zumindest grob erkennen kann worum es sich handelt.

Bild

Während der gesamten Con hatte ich sehr schöne Gespräche mit Janina, die ihrerseits auch einige aussergewöhnliche Gestalten zu Papier brachte.
Alles in allem ist die Dorfcon immer ein tolles Erlebnis und es lohnt sich vorbei zu schauen. Im späteren Austausch mit den Veranstaltern wurde klar, dass sich die Köbolde über noch mehr Besucher sehr freuen würden und deswegen rufe ich allgemein alle Rollenspieler in Düsseldorf und Umgebung auf, die Dorfcon zu stürmen! 🙂
Im Sommer wird es eine Jubiläumscon geben (das genaue Datum steht noch nicht fest), wo die Köbolde 20 Jahre (!!!) Dorfcon feiern! Ich werde auf jeden fall wieder dort sein und hoffe wieder viele interessante Spieler und Charaktere treffen zu dürfen!

Die RPC 2013 – so wars!

Hier kommt mein persönlicher Conbericht der RPC 2013 in Köln. Ich war als Illustratorin in der Zeichnermeile zugegen und erzähle deswegen natürlich nicht viel über die Messe im Allgemeinen, aber ich werde versuchen, so gut es geht meine Eindrücke zu schildern.

Samstag, morgens kurz vor 10: Anreise

Mein Magen spielte Squash mit meiner Bauchdecke und ich habe alle meine armen Mitreisenden (Laura Flöter und mein Christian Decker) schon vor der Abfahrt verrückt gemacht. „Bloß kein Stau! Hoffentlich finden wir den blöden Parkplatz! Und was ist wenn mein Tisch weg ist?“

Zum Glück waren meine Sorgen unbegründet. Anders als im letzten Jahr fanden wir den Parkplatz auf Anhieb und mein Tisch war an einer tollen Stelle in der hinteren Hallenecke.

Ich am Stand RPC 2013

Ich an meinem Stand, neben mir die Illustratorin Lydia Schuchmann

Ich saß zufälligerweise neben der großartigen Andrea Christen, die ich vor genau einem Jahr auf der RPC 2012 kennen gelernt habe. Es war einfach super sie wieder zu sehen, denn sie war es, die mich damals motiviert hat, mich mit meiner Mappe bei den Verlagen auf der Messe vorzustellen. Mittlerweile arbeite ich, unter anderem, für Ulisses und kann kaum fassen wie viel innerhalb des letzten Jahres alles passiert ist!

Nachdem ich meinen Stand aufgebaut hatte setzte ich mich sofort an meine „Fisselarbeit“, die ich mir immer mitnehme, wenn ich auf so eine große Convention fahre. Ein Bild mit vielen kleinen Details an denen ich mich so richtig aufhängen kann, hilft mir immer meine Nervosität runter zu fahren.

 Auf meiner linken Seite saß Lydia Schuchmann, eine professionelle und sehr nette Illustratorin, die auch für „Paizo“ aus den USA arbeitet; dem Verlag, der Pathfinder veröffentlicht.

Kurze Zeit später setzte sich noch Mia Steingräber hinzu, die ebenfalls schon viel für „das schwarze Auge“ gezeichnet hat und deren Stil ich persönlich, ganz großartig finde! Das auch andere sie großartig finden, war sehr schnell klar, denn kaum saß sie am Tisch standen die Menschen bei ihr Schlange. Innerhalb der ersten Stunde war Mia völlig ausgebucht und musste alle anderen Besucher vertrösten. Wow!

Mein Zeichentag fing eher ruhig an. Als viele meiner Freunde schließlich eintrudelten (und mein Stand aus allen Nähten platzte) bekam ich dann auch was zu tun.

Der erste Char der zu Papier fand, war eine Zwergin aus meiner eigenen Spielrunde. Ihr Name ist „Distel“ und sie ist eine sehr naturverbundene Person mit einem leichten Hang zur Überreaktion 😉

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Die Zwergin Distel

Danach ging es dann plötzlich los!

Mit einem Mal war der Besucherstrom in die Hallen geschwappt und immer mehr Leute fanden sich auf der Illustratorenmeile wieder. Ich bekam ordentlich zu tun.

Leider habe ich nicht von allen Zeichnungen Fotos gemacht, aber vom Großteil habe ich dann doch noch Schnappschüsse machen können.

Nach der Zwergin hatte ich ein recht ungewöhnliches Charbild zu zeichnen, und zwar einen Endzeitlarper in Montur. Er stand einige Minuten Modell und nach der Skizze fing ich an, das ganze zu colorieren.

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Endzeit-Larper

Nachdem er fertig war hatte ich das Vergnügen eine bekannte Comicfigur zu interpretieren. „Shi“ die Kämpferin, die sich in den 90igern großer Beliebtheit erfreute, floss wie von selbst in das schöne Blankobuch. Viele Künstler hatten sie bereits vorher schon auf die Seiten gebracht und es war sehr spannend darin zu blättern und die verschiedenen Stile zu vergleichen.

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Shi

Danach war wieder etwas Ungewöhnlicheres an der Reihe: ein Stillleben mit Würfeln und Würfelbechern, das als Logo einer Internetseite dienen sollte. Das Bild gefiel, aber ich habe die Arbeit mit Nachhause genommen, da der Auftraggeber das ganze dann doch lieber etwas aufwändiger mit Buntstift coloriert haben würde.

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Stilleben

Ich habe an diesem Tag auch noch einige kleine Zeichnungen in Skizzenbücher gemacht, aber leider habe ich vergessen diese abzulichten.

Samstag war also ein sehr arbeitsreicher Tag!

Zu meinem Leidwesen blieb da die Konversation mit anderen Künstlern und auch mein eigener Messerundgang außen vor, aber immerhin hatte ich noch die Gelegenheit einem Workshop beizuwohnen, den die Art Direktorin von „Paizo“, Sarah Robinson, zusammen mit Lydia Schuchmann hielt. Letztere hat bereits für Paizo gearbeitet, die unter anderem auch „Pathfinder“ veröffentlichen.

Der Titel des Worshops war „How to break into the US market“ und ich habe wirklich viele brauchbare Tipps mitnehmen können. Der US Markt ist wesentlich größer (die USA sind ja auch etwas größer…XD) und dort sind Illustratoren immer gefragt.
Sarah hatte an diesem Tag schon ein paar Mappen Reviews (Fancyterm für „Mappe gucken“) gemacht und hatte keine Zeit mehr für weitere, aber am Sonntag sollte sie dann doch noch einen Blick in meine Sachen werfen. Dazu später mehr! 🙂

Der Samstag war sehr schnell vorbei. Als ich schließlich zuhause war bin ich ins Bett gefallen und habe geschlafen wie ein Stein.

Als es Sonntags wieder nach Köln ging (dieses mal per Bahn) war ich wesentlich entspannter als am Vortag. Trotz der Weitläufigkeit des Messegeländes habe ich meinen Stand schnell gefunden und aufgebaut.

Die erste Zeichnung ließ auch nicht lange auf sich warten. Eine avesgeweihte Zahori (eine Art Zigeunervolk) war die erste Arbeit des Tages. Ihr farbenfrohes Gewand und die verschmitze Spielernatur der jungen Frau (die von einem Mann gespielt wird!) darzustellen hat mir wirklich Spaß gemacht.

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Zahori

Danach ging der Sonntag eher gemütlich weiter. Ich hatte Zeit um an meinem Basilisken weiter zu basteln und habe ihn auch zum größten Teil fertig bekommen.

Basilisk

Basilisk

Ein besonderer Bilderwunsch wurde mir am Nachmittag angetragen: ein junger Mann zeigte mir auf seinem Handy das Foto eines küssenden Paares und erklärte mir, dass die beiden Freunde von ihm seien. Sein Kumpel würde in Kürze für ein Jahr wegfahren und seine Freundin hier zurücklassen müssen und als Erinnerung wollte er, dass ich die beiden als Lineart vom Foto abzeichne. Das habe ich natürlich sehr gern gemacht…war eine echt herzallerliebste Geste!

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küssendes Pärchen

Schließlich war es dann so weit. Über Umwege fand Sarah Robinson zu mir und schaute sich ein paar Arbeiten aus meiner Mappe an. Eigentlich wollte ich vorher schon die aussagekräftigsten Sachen raussortieren und in eine gesonderte Mappe gesteckt haben, aber plötzlich stand sie so schnell bei mir, dass ich das nicht mehr fertig bekam und auch ganz vergessen hatte aufgeregt zu werden! ^^

Sarah war unheimlich nett und gab mir sehr gutes Feedback. Sie sagte mir was ich besser machen könnte um auch auf der anderen Seite des großen Teichs anzukommen und ich werde mir ihre Ratschläge ganz sicher zu Herzen nehmen.

Der Sonntag klang langsam aus und kurz vor Schluss machte ich mich nochmal auf, um bei den Verlagen vorbei zu schauen um meine Mappe zu zeigen.

Ich habe nicht mehr bei allen einen Illustrationsbeauftragten getroffen, aber meist hatte ich sehr nette Gespräche an den Ständen. Vielleicht erwächst aus einigen davon ja soagr eine neue Zusammenarbeit! Ich würde es mir wünschen! 🙂

 Insgesamt war die Messe sehr schön, sehr anstrengend und wirklich voller netter Menschen! Die Rollenspielgemeinde ist einfach eine große Familie und es war wundervoll ein ganzes Wochenende mit Leuten zu verbringen die absolut auf gleicher Welle schwimmen.
Wenn ich die vielen lieben Menschen aufzählen müsste die ich getroffen habe, würde dieser Bericht noch viel länger werden, deshalb gibt es stattdessen nur ein paar Dankesworte.

Danke an: Christian und Laura für Geduld und Unterstützung, an Starjumper und Co für Schokolade und den Besuch überhaupt, an Andrea Christen dafür mich wieder weiter motiviert zu haben und für eine sehr angenehme Standgesellschaft, an Sylvaroth (den Betreuer der RPC-Twitter Seite) fürs verbreiten meiner Vorbereitungsblogs und die netten Gespäche, an Lydia Schuchmann für einen hilfreichen Workshop und dafür Sarah nochmal an meinen Tisch gelockt zu haben, an Mia Steingräber für einfach tolle Kunst, an Sascha für ein wirklich nettes Kennenlernen, an Anja di Paolo für Inspiration, an Eevi Demirtel fürs Einpacken meiner Echse, an Alex Spohr fürs Vorbeischauen (ich freu mich schon aufs Belegexemplar! :D) an alle meine Freunde die mich so zahlreich besucht haben und an alle anderen, die ich jetzt vergessen habe.

Es war einfach super mit euch! Wir sehen uns auf der RPC 2014!

Role Play Convention 2013

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Die Ausstellerliste der RPC ist online und ich bin wieder dabei!

Ich freue mich sehr darauf ein ganzes Wochenende mit Kunst und verrückten Leuten zu verbringen (wie ich eine bin) und hoffe euch auch an meinem zeichnertisch begrüßen zu dürfen!

Die DorfCon der Köbolde

Die zweite Con des noch jungen Jahres liegt hinter mir und ich berichte, wie immer, an dieser Stelle von meinen Eindrücken.

Die DorfCon stand unter der Organistation der Köbolde Düsseldorf, einer der Regionalvertretungen der GFR e.V.  (Gilde der Fantasyrollenspieler). Da ich die Feencon im letzten Jahr schon sehr mochte, war es quasi Ehrensache, dass ich auch zu der GFR Con in meiner Heimatstsadt gehe. 🙂

Die Con startete gestern um 10.00 Uhr in der „Spielerei“ Gerresheim, einem großräumigen Gebäude mit viel Platz zur Entfaltung des nerdigen Spaßbedürfnisses. Als ich dort fast pünktlich ankam, wurde mir sofort von der hilfreichen Orga ein Tisch im großen Saal zugewiesen mit einer, zeichnerisch perfekten, Fensterwand im Rücken damit auch für genügend Licht gesorgt war.Während ich aufbaute fanden auch am großen Nebentisch Vorbereitungen statt, die mich erstmal ein wenig stutzig machten: Gummigodzillas und andere Ausgeburten japanischer Monsterphantasieen in einer Tabletop-Miniaturumgebung? Was es damit auf sich hatte würde ich jedoch bald feststellen.
Kurze Zeit darauf kam auch Janina Robben an, eine Zeichnerkollegin, die ich schon von andren Cons kenne und die, wie ich für „das schwarze Auge“ zeichnet. Nach einem kurzen Plausch machte ich mich an die Arbeit, denn die ersten Aufträge ließen nicht lange auf sich warten.

Ein orientalisch angehauchter Halbelf war der erste Char der seinen Weg auf das Papier fand. Ausnahmsweise in schwarz/weiß, denn der Spieler wollte das einheitliche Bild seiner Charillustrationen in seiner Mappe nicht durch Farbe brechen.
Der Halbelf besaß ein magisches Schwert, welches unglücklicherweise von einem pilzartigen Organismus beseelt war. Jedes Mal wenn er also die Waffe ergriff breitete sich diese Wesenheit auf seinem Arm und seiner Hand aus…aber magische Waffen haben nunmal ihre Nebenwirkungen!^^ Ich ließ mich ein wenig von der „Witchblade“ inspirieren und das Ergebnis sah wie folgt aus:

Binjamin Halil ibn Umar al Sayad

Der nächste Char war eine zwergische Mechanikerin aus Shadowrun, die mit ihren Gimmicks immer wieder die Hälse ihrer Chummer rettet. Da sie mcgyvermäßig fast alles mit Panzertape reparieren kann wurde das sprichwörtlich zu ihrem Straßennamen: Tape!

Tape

Während ich die Zwergin unter Zuhilfenahme von Shadwrunbüchern zu Papier brachte, meldeten sich schon die nächsten Spieler an und „buchten“ Janina und mich vor. Ich war ehrlich überrascht von diesem Andrang, den ich garnicht erwartet hatte, aber ich freute mich sehr darüber, dass es so viel zu tun gab! Übrigens war es klasse, dass auch Janina dabei war, denn nur eine von uns hätte all die Anfragen garnicht stemmen können! Wir zeichneten quasi ununterbrochen. 🙂
Eine kurze Suppenpause war alles was ich mir gönnte, aber die Gemüsesuppe aus der Conküche war echt lecker!

DorfCon

Der nächste Char war der Gefährte des ersten Halbelfen, den ich gezeichnet hatte. Ebenfalls ein halbes Spitzohr mit einer geerbten, sehr guten Lederrüstung, elegant und wenig wie Wasser.

Abbas bin Abul

Zwischendurch hatte sich auch geklärt was für ein Spektakel am Nebentisch stattfand: eine große Monsterschlacht, ganz so wie in den trashigen japanischen Filmen! Die Spieler übernahmen die Kontrolle über Godzillas und mehrköpfige Drachen, über die 15-Meter-Frau, Riesenroboter und die Armee, die natürlich auch mitmischt. Heraus kam ein wildes, witziges Gemetzel mit in-die-Luft-fliegenden Ölraffinierieen und unglaublichen Kollateralschäden.
Ich konnte zwar nicht aktiv am Spiel teilnehmen, bekam aber mit, dass dort sehr viel gelacht wurde! 🙂

Die nächsten beiden Chars gehörten ebenfalls zusammen. Eine resolute Hobbitdame, die viiiiel zu abenteuerlustig für ihre Brandybock-Familie war und ein gondorianischer Soldat aus Tolkiens Herr-der-Ringe Universum.
Zu diesem Zeitpunkt war es schon recht spät geworden und so waren diese beiden auch die letzten Chars, die ich noch zeichnen konnte.

HobbitdameGondorianer

Es war wirklich schön auf der Con und ein erfreulich arbeitreicher Tag für mich! Ich hätte gern noch mehr gezeichnet, aber die ein oder andere Visitenkarte hat neue Besitzer bekommen und ich hoffe von den Köbolden vielleicht auch in Zukunft wieder zu hören! Auf jeden Fall bin ich nächstes Jahr wieder dabei, wenn die DorfCon ihre Tore öffnet!

Morpheus Convention in Herne

Gestern war ich auf der Morpheus Convention im Herner Spielezentrum und schreibe hier meinen Conbericht aus der Illustratorinnensicht. Also, neues vom Zeichnertisch! 🙂

Als ich morgens um ca 10:00 Uhr im Spielezentrum -dank einer sehr guten Anfahrtsbeschreibung- ankam, war noch nicht sehr viel los.

Die Morgenstunden sind ja auch bekanntlich keine Rollenspielerzeiten, deswegen wunderte ich mich kaum darüber.
Die Orga lief bereits vielbeschäftigt und kistenschleppend durchs Foyer, deswegen schnappte ich mir einfach den Nächstbesten um ihn nach dem Tisch zu fragen, an dem ich mich häuslich einrichten konnte. Glücklicherwiese war dieser „Nächstbeste“ auch gleich der Jemand, mit dem ich vorherigen Mailkontakt gehabt habe: Karsten.
Er wies mir einen tollen Tisch im Cafè- und Hauptraum zu, direkt neben der reichlich bestückten Tombola.

Tombola

Und so sah das Ganze dann aus nachdem ich mich breitgemacht hatte:

Zeichnertisch

Da ich das Vergnügen hatte, direkt gegenüber des Küchentresens zu sitzen, konnte ich mich sehr schnell mit dem Lebenselexiers jedes Künstlers und Rollenspielers versorgen: Kaffee!

Contheke

Nachdem also aller organisatorischer Kram erledigt war, machte ich mich daran meine fisselige „Beschäftigunsarbeit“ zu zeichnen, die ich mir von zuhause mitgebracht hatte. Wenn ich zu einer Con fahre nehme ich mir immer eine oder zwei Zeichnungen mit um nicht unproduktiv rumzusitzen falls ich nichts zu tun habe. Außerdem beruhigt das die nerven und hilft mir mich auf die Conatmosphäre einzustimmen.

Als dann schließlich die ersten Spieler aus ihren Betten krochen und Frühstück besorgten (die Con hat schließlich schon am Freitag begonnen) wurden auch Einige auf das Zeichnerangebot aufmerksam, aber der Mampf ist zu früher Stunde das Wichtigste, deswegen hatte ich vorerst meine „Meditationszeichnung“ abzuarbeiten.
Zwischenzeitlich war auch Sabine Weiß angekommen, eine langjährige Zeichnerkollegin, mit der ich einen kurzen Plausch hielt.

Bis zum Mittagessen- welches nahtlos vom Frühstück überging- saß ich recht einsam an meinem Tisch. Als jedoch der Duft von Grünkohl mit Mettwurst die Spieler aus den Räumen lockte, füllte es sich schnell und ich konnte mit dem ein oder anderen bekannten Gesicht ein wenig quatschen.
So ist es eben auf Cons: die Rollenspielergemeinde ist nicht so groß! Irgendwann lernt man sich von selbst kennen. Auch einer der Hauptredakteure der Teilzeithelden war vor Ort und ich habe mich sehr gefreut mit Roger auch mal Aug in Auge sprechen zu können.

Meine erste Charakterzeichnung fertigte ich am Nachmittag an. Der Organisator der DorfCon (auf der ich auch sein werde, wenn alles gut geht) plauderte mit mir erst über Organisatorisches und vertraute mir dann schließlich seinen luftschiffsteuernden, ungewaschenen aber sehr sympathischen Zwergen an, der im Universum von Savage Worlds seine Runden zieht.
Es hat mir echt Spaß gemacht ihm ein Gesicht zu verleihen:

Steampunk Zwerg

Als ich ihn fertig gestellt hatte und daran dachte nun auch mal was zu Essen, kamen noch mehr Spieler auf mich zu. Vielleicht hätte ich mal früher ans Essen denken sollen…dann wären die Bilder besser über den Tag verteilt gewesen 😉
Wie dem auch sei: der Spieler einer Rahjakavaliera (Ritterin der Liebesgöttin) aus dem DSA-Kosmos setzte sich zu mir.
Es war ein echtes Vergnügen ihm zuzuhören! Da ich selbst  einen Rahjageweihten in meiner eigenen Runde spiele kamen wir sehr schnell ins Gespräch und konnten uns vorzüglich über die verschiedenen Strömungen des Rahjaglaubens unterhalten, während er mir seine Liebfelderin in allen Facetten näher brachte. Ich liebe es die Geschichten der Rollenspielchars zu hören und die Leidenschaft und Kreativität die dahinter steckt durch die Worte der Spieler zu erfahren! Manchmal sind die fiktiven Personen so interessant, dass ich es bedaure nicht als Spielerin auf einer Con zu sein…andererseits, würde ich wahrscheinlich die Leben meiner Mit-Abenteurer garnicht so intensiv erleben können, wenn ich selbst in einer Gruppe sitzen würde. Alles hat zwei Seiten.
Hier gibts nun die schöne Kavaliera:

Rosenkavaliera

Zu guter letzt zeichnete ich dann noch einen weiteren Char aus DSA: eine Steppenelfe, die eng mit ihren Vorfahren, den Hochelfen, verknüpft ist. Ich hoffte ihrer elfischen Vollrüstung gerecht werden zu können und war sehr froh als der Spieler von seiner weißen Schönheit begeistert war!

Elfe in Rüstung

Als ich dann gegen 20:00 meine Utensilien zusammen packen musste bin ich mit einem guten Gefühl und um einige schöne Geschichten reicher nachhause gefahren.

Danke an die ganze MorpheusCrew: Ich komme sehr gern nächstes Mal wieder zu euch! 🙂

Blogumzug und neuer Illustrationstermin

Hallo Zusammen!

Wie unschwer zu erkennen ist, bin ich mit meinem Blog umgezogen, da meine alte Blogseite bald eingestellt wird.Worpress erschien mir als vernünftige Alternative und hier bin ich nun!
Vielen Dank an dieser Stelle auch an Laura Flöter, die mit technischem Know-How das Exportieren übernommen hat, damit ich mich da nicht einarbeiten musste. 😉

Im Augenblick habe ich zeichnerisch eine Menge zu tun, unter anderem arbeite ich an Zeichnungen für das deutsche Sci-Fi RPG „Spherechild“. Da ich ja sonst eigentlich in der Fantasy zuhause bin, ist das echtes Neuland für mich und ich bin gespannt was aus dieser Zusammenarbeit noch alles erwächst. 🙂

Des weiteren gibt es den ersten illustrationstermin für das neue Jahr: am 12.01.13 werde ich auf der „Morpheus-Con“ in Bochum-Herne sein und vor Ort eure Charaktere auf Papier bannen. Über Besuch am Zeichnertisch freue ich mich immer, also schaut einfach vorbei! Die Anfahrt und die Location findet ihr hier: http://herner-burg.de/morpheus/

Ich freue mich auf euch!