FeenCon 2016

Die FeenCon ist vorbei, und sie war wie immer ein Erlebnis! 🙂
Wenn ich mal meine Freundin Laura Flöter zitieren darf: „Eigentlich müsste die Con 5 Tage dauern!“

So kommt es mir auch immer vor, wenn ich in Bonn zu Gast bin.
Die Fee ist immer hervorragend organisiert, das Team ist sehr nett und man trifft so viele Bekannte, Freunde, Produzenten und Konsumenten der Nerdszene, dass es oft mehr wie ein Familientreffen anmutet. 🙂
Die Atmosphäre ist stets entspannt und gelöst, die Location der Stadthalle mit dem angrenzenden Park einfach ideal und sogar das Wetter bescherte uns angenehme Temperaturen!

Da ich es mir in diesem Jahr erlaubt habe nur einen Tag am Zeichnertisch zu sitzen, um die Con auch mal wieder als Spielerin genießen zu können gibt es hier nur einen recht kleinen Rückblick auf den künstlerischen Samstag.

Etwa 30 Minuten nach Hallenöffnung trudelte ich mit meinem Gepäck ein und habe mir am Eingang für mich und meine beiden Helferlein die schönen FeenCon-Austellerbändchen abgeholt. Das ist schon etwas besonderes, denn ich kenne kaum Cons, die diesen Service für ihre Aussteller anbieten. Also: Daumen hoch! 🙂

Mein Tisch war sehr leicht zu finden und in direkter Nachbarschaft zu Prometheus Games, dem Verlag mit dem ich seit längerem eine sehr enge Zusammenarbeit pflege.
Und auch hier tauchte wieder ein Phänomen auf, welches mich jedes Mal aufs Neue erstaunt und sehr freut:
Vor meinen Tisch standen schon während des Aufbaus 3 Leute die darauf warteten ihre Aufträge bei mir abgeben zu können.
Somit war ich auch sehr schnell für Samstag ausgebucht.
Da ich es dieses Jahr etwas entspannter angehen lassen wollte, weil ich in den letzten Wochen einfach sehr viel zu tun hatte, habe ich mir für die Zeichnungen viel Zeit genommen und so lange daran herum gewerkelt wie ich wollte, ohne mich um mein eigentlich standartmäßiges Conzeitfenster für Illus zu kümmern.

Ein Praiot, ein Norbarde und die Protagonistin eines Buches fanden so ihren Weg aufs Papier.

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Ich hatte viel Spaß beim detaillieren der Charaktere und Anfangs kam ich nur recht langsam voran, weil viele liebe Menschen an meinen Tisch vorbei schauten und sich interessante Gespräche ergaben.
Besonders der Praiospriester und der Norbarde haben mich sehr gefreut, denn die Spielrunde der Chars ist mir bekannt und mittlerweile dürfte jeder der Spieler ein Charakterbild aus meiner Feder besitzen.
Es hat am Ende des Tages so gerade noch gereicht für einen kleinen Rundgang und dann war der Samstag auch schon wieder vorbei.

Abends hatte ich dann noch das Glück einer sehr schönen spontanen Rollenspielrunde beiwohnen zu können, die sich dann auch bis tief in die Nacht zog.

Der Sonntag war mein „Besuchertag“. Ich hatte meinen Tisch an eine mir bekannte andere Künstlerin vergeben und konnte mich wieder Rumtummeln und Spielen.
Es gab einen interessanten Einblick in das Rollenspielsystem FATE, nette Gespräche mit Verlagsmenschen und viele nerdige Dinge zu erstehen, sowie eine sehr schöne Metprobe bei der Metwabe. Diese gipfelte dann natürlich auch in einem größeren Einkauf und zusätzlich in einem Coverauftrag für ein Brettspiel! 😀

Insgesamt hatte ich ein wunderbares Wochenende und die Fee ist und bleibt eine meiner absoluten LieblingsCons im Jahr! Bis zum nächsten Mal!

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RPC 2016

Wieder ist eines der größten Ereignisse im Jahreslauf der Fantasyszene vorbei!
Ich schildere euch was ich erlebt habe, oder zumindest, woran ich mich noch erinnern kann, denn die meisten Ereignisse verschwimmen zu einem gleichförmigen Brei an Menschen Ereignissen und Eindrücken, weil soooo viele Dinge in sehr kurzer Zeit auf mich eingeströmt sind.

Hier also ein paar Auszüge aus den vergangenen zwei Tagen.

Freitag.
Freitag? Ja richtig! Zum ersten mal in 5 jähriger RPC Teilnahme habe ich es geschafft am Freitag schon zum Aufbauen anzureisen.
Mit einer hilfsbereiten Freundin, jede Menge Rödel und einmal kurz auf dem Messegelände verfahren, kamen wir Nachmittags auf dem Parkdeck der Halle 10 an.
Für dieses Jahr habe ich mir eine schicke Messewand zugelegt, denn in all den Jahren zuvor hat es mich immer gestört nichts aufhängen zu können, da die RPC für die Illustratorentische keine Rückwände hat.
Die Wand wiegt nicht allzu viel und ist ruck zuck aufgebaut.

Ein paar der Üblichen Verdächtigen waren auch schon vor Ort und ich hatte Zeit z.B. kurz mit Janina Robben zu quatschen.
Sie war es auch die mich daran erinnerte mein Parkticket für das Dach zu kaufen. Ohne sie hätte ich es sicherlich nicht mehr rechtzeitig zum Schalter geschafft! Danke nochmal dafür!
Das Aufbauen und Aufhängen zog sich etwas hin, denn in all dem Brassel musste ich alles bereits Aufgehängte nochmal abnehmen, weil mir plötzlich eingefallen war, dass ich noch Posterdrucke dabei hatte, die ich unbedingt unterbringen wollte. Zum Schluss konnte sich der Tisch aber durchaus sehen lassen!
Ich hatte sogar mehr Platz als erwartet! 🙂
Illustratorentisch

Das Gute am vorher Aufbauen ist natürlich, dass es ganz viel Stress erspart, den man am Samstag Morgen zur Hallenöffnung echt nicht brauchen kann.
Sehr leidgeprüft wurde besonders mein armer Tischnachbar Florian Stitz, der Samstag Morgen mir reichlich organisatorischen Problemen seitens der Kölnmesse kämpfen musste bis er endlich an seinem Tisch aufbauen konnte.
Nach dem Aufbau fuhr ich also beruhigt und glücklich zurück nachhause.

Samstag
So viel zu erzählen und so wenig Chronologie in meinem Kopf! 🙂
Ich versuche es trotzdem mal.
Ein wenig verspätet trudelte ich bereits nach Hallenöffnung an meinem Stand ein und dort warteten bereits ein paar Leute auf mich die Zeichnungen ordern wollten.
Ich war total baff!
Damit hatte ich gar nicht gerechnet. Normalerweise läuft die Messe ja recht gemütlich an, aber dass ich schon Publikum da hatte, hat mich unglaublich gefreut!
Vielleicht bin ich ja doch ein kleines bisschen berühmt 😉

Flugs justierte ich noch einige Dinge die ich Samstag vergessen hatte und dann setzte ich mich sofort an den ersten Zeichenauftrag.
Der Auftraggeber war ein alter Bekannter. Er ist Hobbyautor, wir haben uns im Voyager in Bonn kennen gelernt und ich habe schon mehrfach die Charaktere seiner Geschichten ins Bild gefasst.
Da ich auf dieser Messe nur sehr wenige Fotos von meinen Bilder geschossen habe, bin ich froh wenigstens ein paar Stück zeigen zu können.
Dieses gehört dazu.
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Seine Protagonistinnen sind meistens ziemlich vom Leben gebeutelt, zeichnen sich aber durch immense seelische Stärke aus und schaffen es oft eine beeindruckende Wandlung durchzumachen.
So wie sie. Äusserlich eher androgyn begeht sie im Namen eines faschistischen Systems Gräueltaten, welche sie doch zu bereuen beginnt. Der Anfang einer imposanten Entwicklung ihrer Person.

Es folgte eine junge Dame mit Dryadenblut, aus dem System „Splittermond“ für das ich auch einige andre Illustrationen gezeichnet habe, die z.T. aber noch nicht veröffentlicht wurden und die ich euch deswegen noch vorenthalten muss. 🙂
Das Mädel ist von fröhlicher Natur, wobei die Verwandschaft zum Baumvolk sich bei der Haarpflege als unvorteilhaft erweist.
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Ich weiß gar nicht mehr genau was ich noch alles gezeichnet habe, denn ab hier verschwimmt meine Erinnerung ein wenig.
Ich weiß noch, dass ich den gesamten Samstag kein einziges Mal von meinem Stand weggekommen bin, weil so viele liebe Menschen ihre Chars in meine Hände gelegt haben. Ich danke euch allen dafür!

Abseits vom zeichnen hatte ich auch tollen Besuch! Mia Steingräber war mit ihrer Familie vor Ort und lichtete mich inmitten meiner „Zeichenkabine“ ab, Felix Münter besuchte mich und verschaffte mir eine gedruckte Ausgabe seines Romans „Kaisersturz“ mit Widmung, zu dem ich das Cover beigesteuert habe.
Es gab einen regelrechten Menschenauflauf, als der aus Twitch bekannte Gamer KaeinPlay mit gesammelter Entourage vorbei kam. Ich hab mich riesig gefreut ihn persönlich kennen zu lernen. Ein echt netter Kerl. 🙂
Ein weiterer Bekannter aus dem echten Leben und dem virtuellen Streamerdasein war TK von ArtofTK, der mich mit Twitchfreunden aufsuchte, bei dem ich es aber sträflichst versäumt habe selbst vorbei zu schauen. Nächstes mal komme ich rum! Versprochen!
Auch der Spieleerfinder Markus Still besuchte mich und brachte mir sein frisch erschienenes Brettspiel „UltraQuest“ zum signieren mit. Ich habe auf dem Spielplan meine zeichnerischen Spuren hinterlassen. Wer das Spiel hat kann ja mal oben beim Logo nachsehen. Für alle anderen, werde ich aber in den kommenden Tagen die Illus auch veröffentlichen, damit noch mehr Leute von diesem tollen Spiel erfahren können. Die Kritiker überschlagen sich mit Lob, also KAUFT LEUTE, KAUFT! ^^
Viele, viele andre nette Leute aus meinem privaten Umfeld, dem Larp-Freundeskreis und der Illustratorengemeinschaft fanden sich noch bei mir ein, aber aber alle aufzuzählen würde den Rahmen sprengen, deswegen verbleibe ich bei einem ganz herzlichen DANKE! an alle die da waren.

Am Samstag habe ich auch noch eine tolle Zwergin zeichnen dürfen, die ich schon etwas länger auf ihrer Heldenreise begleiten darf. Da ich kein eigenes Foto geschossen habe, hier ein Bild von dem wunderschönen Platz, an dem seine Besitzerin es aufgehangen hat:(Danke für das Foto Sabrina!)13321004_905900812865709_2130078056_o

Was noch alles unter meine Finger kam weiß ich nicht mehr genau, jedenfalls fuhr ich am Abend völlig kaputt zurück nach Düsseldorf und schlief wie ein Stein.

 

Sonntag

Am Sonntag Morgen nahm ich mir die Freiheit mal über die Messe zu spazieren, mit netten Verlagsmenschen zu plaudern, mein Portfolio zu zeigen und ein kleines bisschen Aquise zu betreiben, was als Freelancer einfach wichtig ist.

Die Messe war besonders durch die vielen Cosplayer und aufwändigen Stände wieder beeindruckend, aber der Sonntag begann, wie meistens wesentlich ruhiger als der Samstag.
Ich sah mich auf der Illustratorenmeile ein bisschen um, wobei ich längst nicht genug Zeit hatte so ausgiebig mit allen zu reden, wie ich es gern getan hätte.

Am Uhrwerkstand gab es etwas zu feiern, denn Feder und Schwert ist seit kurzem ein Teil des Verlags und ich musste Patric Götz natürlich zur erfolgreichen Übernahme gratulieren. Auch Uli Lindner nahm sich kurz Zeit und wir quatschten ein wenig.
Danach zog es mich zu Prometheus Games, wo ich ein wenig mit Christian Loewenthal schnackte, danach ging es zu Ulisses und einem längeren Gespräch mit Nadine Schäkel über DSA, Earthdawn, Kunst und Rollenspiel im Allgemeinen und Speziellen.
Am Stand vom Mantikore Verlag traf ich überraschend auf Jörg Benne, für den ich derzeit ein paar Cover zeichne, aber mehr verrate ich an dieser Stelle nicht über das Projekt. 🙂
Da Mantikore bisher einer der wenigen mir bekannten Genre-Verlage ist für die ich bisher noch nicht arbeiten durfte, ließ ich auf Anfrage einfach mein Portfolioexemplar zurück und werde mal schauen ob sich daraus noch etwas entwickelt.

Mein Hallenstreifzug fand dann auch schon sein Ende, da ich noch eine Auftragsarbeit vom Samstag am Stand hatte, die ich gerne fertig zeichnen wollte.
Ich hätte gern noch an den vielen anderen Ständen Halt gemacht, aber ich konnte den Auftrag nicht länger warten lassen.

Es handelte sich dabei um eine Künstlerin und Cosplayerin, von der ich am Samstag bereits ein Foto gemacht habe und, die ich in ihr eigenes Büchlein zeichnen sollte.

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An der tollen Klamotte waren allerdings so viele Details, dass meine Zeichnung das nur im groben Rahmen einfangen konnte.

Später am Tag kamen auch noch zwei sehr nette Rollenspieler vorbei, deren NeverwinterNights Charaktere ich zeichnen durfte.
Es gab sogar Screenshots als Referenz! Leider waren die so dunkel, dass mir ein wichtiges Detail engangen ist: Hauer! Die beiden Kerls waren Halborks! -.-
Doof, aber am Ende nicht mehr zu korrigieren.
Beim nächsten Mal weiß ich es besser! 🙂
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Ich hatte spät am Tag auch noch das Vergnügen einen jugendlichen und sehr netten „Gassenprinz“ zu zeichnen. Auch er ist in Splittermond zuhause und wird von seiner Spielerin liebevoll und begeistert mit Leben erfüllt.IMG_3664_2

Auch hier hab ich wieder das Fotografieren vergessen und bin froh noch ein Bild per Mail bekommen zu haben.

Die ganze Zeit über hatte ich einen tollen Tischnachbarn. Florian Stitz war stets ein angenehmer und witziger Gesprächspartner, brachte wundervolle Skizzen zu Papier und machte mit seinen Drucken und Originalen z.B aus dem Splittermond Universum viele Besucher sehr glücklich! 🙂
Danke nochmal für die schöne Zeit mit dir!

Worüber ich mich am Sonntag noch besonders gefreut habe, war ein Lob von einem der Mitarbeiter von „Freebooters“.
Er war da um Florian zu besuchen, der schon Figurendesigns für das Spiel gemacht hat und fragte mich ob ich die Zeichnerei hauptberuflich betreibe. Auf meine Antwort hin, dass es momentan noch Teilzeitjob mit Ziel der Vollzeittätigkeit ist, meinte er: „Da bist du auf einem guten Weg.“ und nahm sich meine Visitenkarte mit! Yay! 😀

Fazit:
Die RPC ist immer einen Besuch wert und ich werde ganz sicher auch nächstes Jahr wieder dabei sein, aber die Zeit ist wie immer viel zu knapp gewesen um alle Leute zu treffen, die ich treffen wollte und alle Stände zu besuchen, die ich hätte sehen wollen.
Ich wünsche mir immer wieder einen zusätzlichen Tag um alles ausführlicher zu genießen.
Jetzt verdaue ich mal meinen Auswurfschock und freue mich darauf in der kommenden Zeit auf Facebook und Deviantart die neuen Zeichnungen und Illus zeigen zu können, von denen ich auf der RPC erfahren habe, dass sie veröffentlicht wurden. 🙂

Bleibt mir gewogen!

Eure
Phantagrafie

https://www.facebook.com/melanie.phantagrafie
http://phantagrafie.deviantart.com/

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Morpheus Con 30

Das Jahr ist noch jung, aber die erste Con bereits vorbei!

Da im letzten Jahr die Morpheus leider ausgefallen ist, hat es mich umso mehr gefreut dieses mal wieder dabei sein zu können. Es war wirklich großartig und ich habe die zwei Tage, die ich als Zeichnerin vor Ort war, sehr genossen.

Die Location war weitläufig und schön, das Stadtteilzentrum „Pluto“ in Wanne-Eikel ist gut zu erreichen und bot den Besuchern neben Parkplätzen auch viele Räumlichkeiten zum Spielen.
Als ich morgens ankam und meinen Tisch neben dem äußerst kreativen Jan Heartmann aufbaute, der neben Buttons, selbst genähte Geldbeutel und Alltagsgegenstände aus recycelten Materialien herstellte, war die Con bereits gut besucht.  Ich freute mich darauf die ersten Chars ins Bild fassen zu können und sie ließen nicht lange auf sich warten.

Die Con bot genau die richtige Mischung aus nerdigen Menschen auf meiner Wellenlänge, guter Küche und heimeliger Atmosphäre, die sich einfach stark von sämtlichen Großcons und Messen unterscheidet.
Auch Messen haben ihren Reiz, aber die Gemütlichkeit einer Kleincon schenkt mir immer die nötige Ruhe um mich völlig meinen Zeichnungen widmen zu können. Ich habe Zeit mich mit dem Char zu befassen, mit dem Spieler über sie/ihn zu sprechen und mehr über die Persönlichkeit zu erfahren, die ich ins Bild setzen soll.
Das ist letztlich ja auch das Ziel: keinen generischen Token zu zeichnen, sondern JEMANDEN, der durch die Leidenschaft seines Spielers mit Leben erfüllt wird. 🙂

Die erste Dame begeht ihre Heldentaten im Universum von „Splittermond“

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Eine See-Albin mit einem besonderen Talent für Stahlpeitschen, wobei die Grüne im Vordergrund aus magischem Jade-Eisen besteht.
Ich hatte viel Spaß an dem detailverliebten Splittermondstil. Da ich bereits auch zu offiziellen Spielhilfen des Systems Illustrationen beisteuern konnte, fiel es mir nicht schwer mich in den kleinen Feinheiten des Chars zu verlieren.

Auf sie folgte recht schnell diese weitere Heldin, ebenfalls zuhause auf Lorakis:

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Wilde Stammeskriegerinnen finde ich ohnehin toll und diese, bis an die Zähne bewaffnete Schönheit,  sprang fast von selbst aufs Papier.
Um ihren Hals kringelt sich übrigens eine Geisterechse, die ihr treuer Begleiter ist.

Generell war die Morpheus sehr „Splittermondig“. Ich hatte Besuch von mehreren Supportern des Systems und auch der Uhrwerkchef Patric Götz war vor Ort um sich die Con mal anzusehen.
Mit André Wiesler und Patric habe ich mich über längeren Zeitraum großartig unterhalten (und großartig unterhalten gefühlt ;)), was neben dem Zeichnen ganz angenehm vor sich hin lief.
Der Raum mit seinen Couchecken und der Küchentheke (die unter anderem hervorragenden Kaffee lieferte), den Händlern und Künstlern vermittelte mühelos den Eindruck eines erweiterten Big-Bang-Theorie-Wohnzimmers und der Tag verging wie im Flug.

Der letzte Char an diesem Tag stammte vom Kontinent Myranor, welcher im Universum des „schwarzen Auges“ liegt:

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An dem „Schillereffekt“ der Chitinrüstung hab ich mir ein wenig die Zähne ausgebissen, aber das mochte wohl auch an der fortgeschrittenen Uhrzeit gelegen haben.

Zu guter Letzt wechselten auch noch zwei Originalzeichnungen den Besitzer, die ich zur Con mitgebracht hatte.
Ein Varg, der in der „Unter Wölfen“ Anthologie von Uhrwerk veröffentlicht wurde, ging an einen Splittermondsupporter.
Auch die Lineart „Erschaffung eines Golems“, welche im „Myranischen Zauberwerk“ erschienen ist bekam einen neuen Besitzer:
Der Uhrwerk-Chef persönlich hat diese Zeichnung mitgenommen, was mich natürlich schon ein bisschen stolz gemacht hat 😉

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Am Abend fand sich dann noch ein sehr spontaner Spielleiter für meinen Roady (meinen Mann) und ein paar angereiste Freunde, der uns bis in die Nacht hinein bespaßte.
Da die Nachfrage nach meinen Zeichnungen am Samstag so hoch war, entschied ich auch am Sonntag zur Con zu fahren, um den Leuten, die ich hatte abweisen müssen, noch ein Lächeln aufs Gesicht zu zaubern.

Nach einer seeehr kurzen Nacht schlug ich also wieder im „Pluto“ auf und machte mich ans Werk.
Der Tag war generell sehr viel schwächer besucht als der Samstag, was aber dem Auftragsfluss keinen Abbruch tat.

Vorsicht! Nippel und Intimpelz!

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Los ging es mit dieser freizügigen Efferdgeweihten aus Aventurien. Im Nebenberuf Perlentaucherin macht sie sich nicht allzuviel aus Kleidung, wenn sie nach Muscheln sucht. 😉

Darauf folgte eine sehr besondere Erscheinung. Ein Geistermädchen mit gläsernem Körper, die von einem tolpatschigen Junghund begleitet wird.
Ihre Geschichte war gleichermaßen skurril wie rührend und ich hatte viel Spaß beim austüfteln des „Glaseffekts“.

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Auf sie folgte dann noch das Portrait einer Künstlerkollegin von Jan Heartmann.
Ich bin nicht besonders geschult darin Gesichter vom Foto originalgetreu wieder zu geben, deswegen ist sie wohl auch etwas jünger geraten als auf dem ursprünglichen Bild, aber bei der Kleidung hatte ich freie Hand. Die einzigen Vorgaben waren „Steampunk“ und „Gärtnern“.

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Die allerletzte Conzeichnung malte ich in ein kleines Skizzenbuch.
Es zeigt eine hyperintelligente Geisterratte, die einen menschlichen (toten) Körper steuert den sie selbst zusammen gebastelt hat. Rattensteins Monster sozusagen.

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Mit ihr ging die Morpheus dann auch für mich zu Ende und ich bin im nächsten Jahr gern wieder dabei!

Hiermit erkläre ich die Consaison 2016 offiziell für eröffnet! 🙂

FeenConvention 2015, oder „Zeichnen in der Sauna“

Seit eingen Wochen schon habe ich mich sehr auf die FeenCon in Bonn gefreut.
Die Con ist immer super organisiert und es trifft sich einfach so ziemlich alles was in der RP-Szene Rang und Namen hat.
Wie immer fand die Veranstaltung in der Bad Godesberger Stadthalle statt und bietet alles was das Nerdherz begehrt.

Aufgrund der, von Wetterdiensten und Medien angedroht, hohen Temperaturen hatte ich vorgesorgt und ein paar Flaschen Wasser tiefgefroren, um mich über die Con nicht zu verflüssigen.
Von Anfang an befürchtete ich schon garnicht arbeiten zu können, denn die Stadthalle ist leider mies (nicht?) klimatisiert und die Luft drinnen war schon letztes Jahr zum schneiden dick. Allerdings hat der 2015ner Sommer das nochmal getoppt.
Schon bei der Ankunft um halb 10 Morgens war es drückend heiss und beim Aufbau an meinem Tisch gerieten meine Helfer und ich bereits ins Schwitzen. Den vielen anderen Austellern gings aber nicht besser und so litten wir alle gemeinsam, um den Besuchern einen hoffentlich schönen Tag zu bereiten.
Die Mädels vom Nachbarstand (die Agentur Ashera) hatten glücklicherweise einen Standventilator geliehen, der gelegentlich eine warme Brise herüberfächelte und das Arbeiten erträglicher machte.
Die allgemeine „Hallo-Runde“ zu Beginn der Con fiel herzlich und warmfeucht aus, aber man solidarisierte sich untereinander und trug die zunehmend wärmer werdende Luft mit Fassung.

Die erste Zeichnung lies nicht lange auf sich warten und binnen kurzer Zeit hatte sich eine kleine Warteschlange gebildet, der ich aber zum Glück den ganzen Tag über nachkommen konnte ohne in allzu großen Stress zu geraten. Wie immer hab ich vergessen eine Arbeit zu fotografieren (Lineart einer Hand, die eine Schreibfeder hält), aber das Gros ist dann doch auf meiner Kamera gelandet.
Solange ich völlig bewegungslos am Tisch saß und mich konzentrierte war die SaunaStadthalle sogar fast erträglich. Es tut mir auch total leid für alle, die vorbei gekommen sind und die ich in meiner Zen-Konzentration nicht wahrgenommen habe. XD
Ich war unendlich froh darüber meinen SmudgeGuard mitgenommen zu haben. Das ist ein Handschuh der nur den kleinen Finger der rechten Hand und die Fläche überzieht, die auf dem Papier zu liegen kommt beim zeichnen. Ohne dieses Ding – behaupte ich jetzt mal – hätte ich garnicht zeichnen können, weil ich unwillkürlich jedes Blatt Papier instant durchgeschwitzt hätte, oder zumindest dauernd dran kleben geblieben wäre.
Praktisches Teil.

Zu Papier brachte ich eine Reproduktion meiner „Rieslingfee“, die Göttin der Weisheit aus dem Rollenspielsystem „Das schwarze Auge“ und einen halborkischen Sturmpriester. Danach folgte noch die Hand mit der Schreibfeder, aber mein Hirn war so weichgekocht, dass ich vergessen hab sie zu fotografieren.
Zwischendurch habe ich mir immer mal wieder ein Päuschen verordnet und die Gelegenheit genutzt um mit den anwesenden Verlegern und Künstlerkollegen zu quatschen. Auch dei Bloggerin „Zeitzeugin“ stattete mir einen kurzen Besuch ab und neben der Kunst war natürlich das Wetter das allherrschende Thema des Tages.

Am frühen Abend fuhren meine Helfer und ich ins Hotel um uns nochmal frisch zu machen, bevor der große Vampire-Live abend im PantheonTheater nahte.
Beim Ulisses Crowdfunding für die Neuauflage des „Vampire, the Masquerade“-Systems, gab es die Möglichkeit Eintrittskarten für dieses exklusive Event zu bekommen und es juckte mich von Anfang an in den Fingern da mit zu machen.
Der Abend hat meine Erwartungen definitiv übertroffen.
Die Location war toll (und KÜHL!!!!) und es kam eine tolle Immersion zustande. Besonderer Dank gilt dabei meiner besten Freundin Laura, die als meine Guhlin eine so wundervolle Spielpartnerin war.
Die Spieler kamen teilweise von sehr weit her (Schweiz, Österreich und Kiel, um nur ein paar zu nennen) und begeisterten mich durch intensives Spiel. Mein persönlich etwas negativ geprägtes Bild der Vampire-Live-Szene wurde definitiv rehabilitiert.
Wahrscheinlich wird das nicht der letzte Abend gewesen sein, zu dem Alice und Malin eine Domäne unsicher machen werden. 🙂

Alles in allem war es ein tolles Wochenende und es tut mir leid, dass ich nicht auch noch am Sonntag auf der Con zu finden war, aber nach der Hitze gestern und der langen Vampire Nacht sind meine Reserven einfach aufgebraucht.
Ich hoffe ihr habt alle die Saunacon gut überlebt und ich freue mich schon auf nächstes Jahr! 🙂

Rieslingfee reloaded Hesinde Halbork

RPC 2015 oder: „Wie ich in ein Kaninchenloch fiel und draußen zwei Tage vergingen.“

Wie jedes Jahr fieberte ich seit Wochen auf die Role Play Convention in Köln hin und als es dann endlich so weit war, war es auch plötzlich schon wieder vorbei.
Aber der Reihe nach.

Samstag.
Mit gepackten Taschen und ein paar sehr hilfsbereiten Freunden fuhr ich zur Kölnmesse. Die Anfahrt war unproblematisch, bis auf den Moment in dem wir aufs Austellerparkdeck wollten.
Da dieses Jahr die Austellerausweise der Illustratorenmeile nicht per Post gekommen sind, sondern vor Ort abgeholt werden mussten, gehörte schon einiges an hin-und her Gerenne, charmanten Augenaufschlägen fürs Aufzugpersonal und geballter Manpower (es waren nämlich noch mehr orientierungs- und Ticketlose Illustratoren auf dem Parkdeck) dazu endlich die Messehallen betreten zu dürfen.
Kurz vor Beginn hetzte ich zum Austellerinfocenter und von dort aus zum Presseschalter um meine Karten abzuholen, während meine hilfreichen Minions bereits anfingen meinen Tisch herzurichten. Ohne sie wäre NIE rechtzeitig fertig geworden!
Endlich mit meiner RPC-Daseinsberechtigung ausgestattet, rannte ich kurz vor Hallenöffnung noch zum Stand von Ulisses, denn dieses Jahr habe ich einige Illus zum neuen „Earthdawn Spielerhandbuch“ beigetragen und durfte dort ebenfalls einen Zeichnertisch mein Eigen nennen. Zum Glück lief dort die Organisation ganz entspannt.
Michaeln Mingers bot mir an vor Ort zu Zeichnen, wann immer ich Lust hatte und bis dahin hielt mein Kollege Maik Schmidt die Stellung, dessen Illus in der abgespeckten Version des Buches zwar noch nicht vorhanden, aber im finalen Druck dann auch zu bewundern sind.

Von Ulisses begab ich mich dann wieder flott zur Illumeile und richtete mich häuslich ein.

Ab diesem Zeitpunkt verschwimmt meine Erinnerung etwas, denn der Samstag war so krass, wie ich es in vier Jahren RPC noch nicht erlebt habe! Das besagte Kaninchenloch tat sich auf und verschluckte mich vollends.
Tausende Spieler, Cosplayer, Larper, Neugierige, Familien, Feen, Elfen, Dämonen, Piraten und Menschen aller Altersstufen ergossen sich in die Halle und brachten den Boden zum Beben.
Ich hatte kaum Zeit an meiner detailreichen „Meditationsarbeit“ (dieses Jahr das Bild einer Alchemistenwerkstatt für das RPG „Myranor“) zu werkeln, die ich mir immer zur Con mitnehme um der Nervosität und dem Stress entgegen zu wirken.
Es vergingen gefühlt keine 10 Minuten, ohne dass jemand am Tisch auftauchte der mir gern seinen Char in die Zeichnerhände legen wollte und ich musste leider viele Spieler auf spätere Zeiten vertrösten, weil ich bereits einige Leute in der Warteschlange hatte.
Ich versuche immer jedes gemalte Bild auch abzufotografieren, aber es ist mir dieses Jahr, wie so oft, nicht ganz gelungen…zwischendurch hab ich das Knipsen einfach vergessen.
Die RPC schien im Zeichen der Zwerge zu stehen, denn ich habe überraschend viele von den bärtigen Gesellen zeichnen dürfen und wieder eine Menge interessante Rollenspielgeschichten gehört.
Es war mir, wie immer, eine wahre Freude zu sehen und zu spüren mit wie viel Herzblut die Spieler an ihren Figuren hängen, wie viel Kreativität und Leidenschaft in unser aller Hobby fließt.
Das ist purer Treibstoff für meine Arbeit! 🙂

Zwischendurch, als ich mir eine Pause verordnete, sah ich noch schnell bei Uhrwerk und Prometheus Games vorbei. Es ist immer wieder schön, die Menschen mit denen man sonst nur per Mail Kontakt hat auch mal persönlich zu sprechen. Wie immer, habe ich es nicht geschafft wirklich mit allen zu reden, mit denen ich gern gesprochen hätte, denn auf der Messe ist die Zeit für die meisten Aussteller knapp bemessen, aber ich hoffe, das dann auf einer andren Con oder eben nächstes Jahr nachholen zu können.

Die beiden Messetage kleben in meinem Kopf beinahe untrennbar zusammen. Ich weiß noch, dass ich irgendwann auf der Ulisses Standparty, nach der Hallenschließung, endlich was warmes Essen konnte, dass ich irgendwie nachhause gefahren wurde und dass ich dann wie ein Stein ins Bett gefallen bin, nur um am nächsten Morgen wieder auf der Messe aufzuschlagen.
Dort ging der Rausch von neuem los!
Es war Sonntag etwas ruhiger als am Samstag und ich verbrachte mehr Zeit am Ulisses Stand als Tags zuvor, hatte aber nicht minder viel zu tun.
Ritter, Schwertgesellinnen, Zwerge, Diebe, Soldatinnen…es nahm – zu meiner Freude – kein Ende 🙂

Ein besonderes Highlight der Messe war es aber jedes Mal, wenn Spieler mit der druckfrischen Softcoverausgabe des Earthdawn Buches zu mir kamen und ich meine Illustrationen signieren und Zeichnungen in den Einband setzen durfte. Irgendwie surreal, aber ein echt tolles Gefühl! 🙂
Vor 5 Jahren hätte ich niemanden geglaubt, der mir genau das prophezeiht hätte.
Als ich anfing auf Cons zu zeichnen hatte ich mir nicht mal vorstellen können, dass irgendwer sich ernsthaft für meine Kunst interessieren könnte.
Natürlich liegt in dieser Zeit auch viel zeichnerische Entwicklung in meinem Tun, aber dass der Traum in Rollenspielbüchern publiziert zu werden einmal wahr werden würde, hatte ich lange Zeit nicht für möglich gehalten. Dass ich nun auch noch meine Zeichnungen signieren darf ist sozusagen das Sahnehäubchen auf meinem Glückskeks!

Ich habe während der Messe von vielen Besuchern gehört: „Ach, wenn ich nur so zeichnen könnte.“ oder „Dafür muss man aber auch ganz viel Talent haben.“
Meine Antwort war meistens dieselbe: „Talent ist nur ein kleiner Teil des Ganzen. Viel wichtiger ist ganz viel Arbeit, Motivation, Interesse und es wirklich zu wollen!“
Meiner Meinung nach gibt es so etwas wie Talent nicht wirklich. Es gibt vielleicht Veranlagung, aber niemandem fällt das Handwerk (was es ja auch ist) einfach in den Schoß. Deswegen, mein Aufruf an alle „Das-würde-ich.auch-gern-Könner“: Macht weiter! Hört nicht auf zu Zeichnen! Lasst euch nicht von Fehlversuchen beeindrucken! Ich habe hunderte schlechter Zeichnungen produziert bis irgendwann was Brauchbares dabei heraus kam. Wichtig ist es nicht aufzugeben und den Willen sich weiter zu entwickeln aufrecht zu halten.
Die RPC 2015 war ein rauschhaftes Erlebnis voller wunderbarer Momente, gefüllt mit vielen, vielen Zeichnungen und Geschichten. Ich werde nächstes Jahr definitiv wieder dabei sein!

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Spielemesse 2014

Für mich war die SPIEL´14 eine Überraschung. Eine Positive!
Zugegeben: bei meinen geringen Erwartungen war es gar nicht so schwer positiv überrascht zu werden, aber dennoch hat es mich gefreut, dass viele Dinge besser liefen als bei meinem letzten Besuch zwei Jahre zuvor.

Mein erster Messetag war der Samstag und mit einigem organisatorischem Aufwand habe ich es geschafft mit einem Auto zur Messe zu kommen, da die Bahn mal wieder Arbeitskampf hatte.
Da ich beim letzten Messebesuch von der übervollen Zeichnermeile ziemlich abgeschreckt war, hatte ich mir vorgenommen extra früh vor Ort zu sein um einen der begehrten Zeichnertische zu ergattern.
Die Anmeldung im Internet auf der Seite der Comicaction habe ich natürlich auch gemacht, aber das scheint mir eher eine pro-forma-Sache zu sein. So wirklich scheint niemand auf die Kapazitäten der Tische und Stühle ein Auge zu haben und deshalb war ich auch ziemlich gestresst im Vorfeld, weil ich schon dachte, dass es aufgrund der langen Liste anwesender Zeichner (über 130!) wieder reine Glückssache werden würde einen Platz zu erhaschen.

Um 9:00 Uhr war Kassenöffnung und die ersten Tickets wurden verkauft. Es war noch angenehm ruhig und im Vorraum zu den Messehallen recht leer. Im Laufe der nächsten Stunde wurde es aber echt eng und ungemütlich, weil so viele Menschen in den Raum drängten und vor den Türen um die besten Plätze rangelten.
Als endlich der „Startschuss“ gegeben wurde, stürzte die Menge in die Hallen und ich konnte zum Glück das breite Kreuz meines Freundes als Schneepflug nutzen, ohne den ich mit Sicherheit nicht so gut durchgekommen wäre.
Als die Zeichnermeile in Sicht kam war ich ehrlich erstaunt, denn zwei freie Tische in bester Lage waren noch verfügbar! Ich war sehr erleichtert und mein Stresslevel näherte sich, als ich aufgebaut hatte, wieder normalem Con-Niveau an.

Der Tag verlief super! Ich hatte sehr nette und hochprofessionelle Tischnachbarn, die beide schon ziemlich etabliert in der Comicszene sind und durfte den ganzen Tag die verschiedensten Figuren zu Papier bringen.
Natürlich hatte ich mir auch wieder eine fisselige Detailarbeit mitgenommen, an der ich in den „Leerlaufzeiten“ feilen konnte und so ging der Samstag fast unbemerkt vorbei. Ich habe keinen einzigen Ausflug in die Halle gemacht, aber dafür hatte ich umso mehr netten Besuch am Tisch.

Am Sonntag hatte ich mir die Verlagsrunde vorgenommen und tigerte gleich nach dem Aufbau mit meiner Mappe los, um mich vorzustellen und alte Bekannte zu besuchen.
Ich musste mir (wie immer) erst ein bisschen Mut anschwatzen und schaute deswegen zuerst bei den mir bekannten Verlagen vorbei um „Hallo“ zu sagen.

Bei Prometheus Games konnte ich einen Blick ins neue „Ratten!“ Regelwerk werfen und die zwei Illustrationen, die ich dazu beigesteuert habe, in der gedruckten Version bewundern. Die vollfarbigen Seiten machen echt was her!
Danach habe ich meine tollen Kolleginnen Nadine Schäkel und Janina Robben am Ulisses-Stand besucht. Nadine ließ mich ein bisschen auf ihrem Grafiktablet „Cintique“ herumzeichnen, dem feuchten Traum jedes digitalen Künstlers. Die kleine Kostprobe löste sofort meinen „Will-haben-Reflex“ aus, aber die Kosten für diese Neuanschaffung zu bewältigen wird für mich ein Großprojekt für die nächsten Jahre.

Danach streunte ich zwischen den anderen Ständen herum und entschloss mich schließlich einfach den ersten Schritt zu machen und stellte mich bei den Brettspielverlagen vor.
Daraufhin fiel es mir von Stand zu Stand leichter meine Mappe vorzuzeigen und erstaunlicherweise habe ich gefühlte 90% der Vorstellungsgespräche auf Englisch geführt. Die Zahl ausländischer Verlage war wirklich groß (zumindest dort wo ich unterwegs war).
Nachdem mein Visitenkartenetui leer und meine Tasche voll mit fremden Visitenkarten war, bin ich zum Zeichnertisch zurückgekehrt. Was letztlich aus diesen Gesprächen wird bleibt natürlich abzuwarten.

Der Sonntag klang sehr entspannt aus und ich werde mir die SPIEL wohl auch nächstes Jahr wieder „antun“, in der Hoffnung ein paar ähnlich schöne Tage zu haben.

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Dorfcon 2014

Dier erste Con des Jahres!

Endlich hat die Consaison für mich begonnen und ich konnte mich auf den Weg nach Gerresheim, in meiner schönen Heimatstadt Düsseldorf machen.
Auch im letzten Jahr habe ich die Köbolde im Falkenheim bereits besucht, von daher war die Örtlichkeit bekannt und ich konnte es mir sofort an meinem Zeichnertisch neben meiner Kollegin Janina Robben gemütlich machen.
Der Empfang der Veranstalter war, wie immer, sehr herzlich und ich habe mich ziemlich schnell an die erste Zeichnung machen können: einen gnomischen Zauberer, dessen Protégé niemand anderes als die Schneekönigin höchstpersönlich darstellte:

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Leider ist das Bild etwas unscharf geraten, aber ich denke, dass er doch zu erkennen ist.

Nach diesem frostigen Herrn ging es in gänzlich andere Gefilde.
Der nächste Char den ich auf Papier bannen konnte, ist buchstäblich im Weltall zuhause. Ein Humanoider, dessen biologisches Profil vollständig auf das Leben im All angepasst worden ist. Unter anderem hat dieser Kerl einen implantierten Sauerstofftank im Brustkorb, vergrößerte Augen mit Nickhäuten und total abgefahrene Greifzehen, mit denen er sich (z.B. bei Ausseneinsätzen am Raumschiff) besser festhalten kann.
Das Profil des Weltraummenschen war sehr ungewöhnlich und es war für mich (als eingefleischtem Fantasyfan) nicht ganz so einfach sich auf ihn einzustimmen, aber ich finde das Endergebnis kann sich sehen lassen:

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Ich habe den Char im Kontext einer Expedition gezeichnet, die mir der Spieler geschildert hat. Ein Planet mit zwei Sonnen, blauen Bäumen und einem Turm, der von der Gruppe erklettert wurde.

Nach dieser Zeichnung gabs Verpflegung aus der Conküche, die ein hervorragendes Chilli zubereitet hat!

Die letzte Zeichnung des Tages war wieder sehr klassisch. Ein Magier, der Blitze beschwören kann und ein wahrer Lebemann ist. Leider ist dieses Foto NOCH unschärfer geworden als Nummer eins, aber ich hoffe dass man zumindest grob erkennen kann worum es sich handelt.

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Während der gesamten Con hatte ich sehr schöne Gespräche mit Janina, die ihrerseits auch einige aussergewöhnliche Gestalten zu Papier brachte.
Alles in allem ist die Dorfcon immer ein tolles Erlebnis und es lohnt sich vorbei zu schauen. Im späteren Austausch mit den Veranstaltern wurde klar, dass sich die Köbolde über noch mehr Besucher sehr freuen würden und deswegen rufe ich allgemein alle Rollenspieler in Düsseldorf und Umgebung auf, die Dorfcon zu stürmen! 🙂
Im Sommer wird es eine Jubiläumscon geben (das genaue Datum steht noch nicht fest), wo die Köbolde 20 Jahre (!!!) Dorfcon feiern! Ich werde auf jeden fall wieder dort sein und hoffe wieder viele interessante Spieler und Charaktere treffen zu dürfen!